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Wenn sich Unternehmer auf die (schwarzen) Socken machen

Donnerstag, 03.Juni 2010

Wo liegen die Risiken bei einer Firmengründung? Diese Frage diskutierten in Thun Neuunternehmer und solche, die es werden wollen. Die Krux liegt in der Liquidität und in der Qualität. Auch schwarze Socken waren ein Thema.

«Wie eine Zeitung soll man in regelmässigen Abständen seine Socken im Briefkasten finden.» So lautete 1999 die Geschäftsidee des Bielers Samy Liechti. Der CEO von Blacksocks SA startete mit einem Marketingbudget von 500 Franken in die Geschäftswelt. Heute zählt die Firma, welche Abonnemente für Socken per Internet vertreibt, 50000 Kunden in rund 75 Ländern. «Täglich kommen neue hinzu», sagte Liechti an einem Neuunternehmeranlass im Hotel Seepark in Thun. Bis es so weit war, brauchte es allerdings einige Ausdauer. «Der Geschäftsidee wurde damals keine grosse Zukunft vorausgesagt», betonte der CEO. Überzeugungskraft und der Wille, die Idee auch mit unkonventionellen Mitteln umzusetzen und damit den Bekanntheitsgrad zu steigern, waren schliesslich massgebend für den Erfolg.

«Eine gute Idee ist indessen nicht der einzige Erfolgsfaktor bei einer Firmengründung», hielt Ursula Linder, Vizedirektorin und Leiterin Firmenkunden bei der AEK Bank 1826, fest. Ebenso wichtig sei ein qualitativ hochstehendes Produkt und, als zentrales Thema, eine Liquiditätsplanung. «Ein gewisses Eigenkapital bedeutet dabei auch Sicherheit», betonte die Bankfachfrau. Und sie hatte auch gleich einen Tipp bereit: «Ein frühzeitiges und transparentes Gespräch mit der Bank ist oft hilfreich», sagte sie. U

nterstützung erhalten Neuunternehmer ebenso von der Wirtschaftsförderung des Kantons Bern. So zum Beispiel bei der Immobiliensuche oder der Exportförderung. «Wir bieten aber ebenso gewisse Finanzierungshilfen an», erläuterte Projektleiter Urs Liechti. Organisiert wurde der gut besuchte Anlass von der Firma InnoBE. Im Auftrag des Wirtschaftsraums Thun (WRT) berät sie Leute, die sich selbstständig machen wollen. Die Kosten für die ersten vier Beratungsstunden werden vom Wirtschaftsraum Thun übernommen.



Quelle: Thuner Tagblatt vom Donnerstag, 3. Juni 2010

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Veröffentlicht
10:00:02 03.06.2010